EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Interview mit Frau Danner, Jones Lang LaSalle

Der 8. Juli dieses Jahres war für einige Mitarbeiter des Unternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) etwas Besonderes: Sie konnten das firmenspezifischen Weiterbildungsprogramms zum Thema „Strategisches Immobilienmanagement“ mit dem Erwerb des Zertifikats „Immobilien Manager (EBS)“ erfolgreich abschließen. Unter Leitung des REMI hatte die EBS Executive Education in den vorhergehenden 12 Monaten für JLL ein berufsbegleitendes Programm durchgeführt, das die Teilnehmer mit allen Facetten rund um die Themen Immobilien- und Asset Management, aber auch zum Thema Leadership in der Immobilienwirtschaft vertraut gemacht hatte.

Aus Anlass des erfolgreichen Programmabschlusses im Sommer führte das REMI ein Gespräch mit Frau Izabela Danner, der für Human Resources verantwortlichen Geschäftsführerin bei der Jones Lang LaSalle GmbH, einem weltweit tätigen Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich.

Das Gespräch drehte sich insbesondere um die Fragen, welchen Wert dieses speziell auf JLL ausgerichtete Programm für das Unternehmen und die Teilnehmer darstellt, wie die Resonanz war und wie die Teilnehmer das Arbeitspensum mit Beruf und Privatem vereinbaren konnten.

REMI: Das REMI hat im vergangenen Jahr ein firmenspezifisches Intensivstudium für Ihr Unternehmen durchgeführt. Im nächsten Jahr planen Sie eine zweite Durchführung. Worin besteht die Motivation, ein firmenspezifisches Programm mit einer Länge von 20 Tagen, verteilt auf 18 Monate, aufzulegen?

Izabela Danner: Mit dem Intensivstudium „Strategisches Immobilienmanagement“ bieten wir unseren Mitarbeitern eine individuelle Weiterbildung, die von der renommierten RICS zertifiziert ist. Für viele ist das eine spannende Option, um ihre Kenntnisse zu vertiefen, da die Praxis nun auch einen zusätzlichen theoretischen Überbau bekommt. Zugleich profitieren wir als Unternehmen, da es die Motivation nach innen zusätzlich fördert und unseren Anspruch als attraktiver Arbeitgeber untermauert.

REMI: An wen richtet sich das Programm und wie können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei JLL für dieses Programm qualifizieren?

Izabela Danner: Es richtet sich an Kollegen aus allen Fachbereichen unseres Unternehmens. Insbesondere auch an die Teilnehmer unseres High-PotentialProgramms. Sie können sich für das Studium bewerben oder werden von ihren Vorgesetzten vorgeschlagen.

REMI: Wie war die Resonanz der Teilnehmer?

Izabela Danner: Sehr gut. Die Teilnehmer haben es sehr geschätzt, dass sie offen diskutieren und knifflige Themen ansprechen konnten. So zahlt es sich aus, dass das Programm allein JLL-Mitarbeitern vorbehalten ist.

REMI: Wie beurteilen Sie den Lernerfolg bzw. in welcher Form hat das Programm den Teilnehmern bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben genutzt?

Izabela Danner: Durch das Programm bekommen die Teilnehmer exklusive Einblicke in andere Geschäftsbereiche und können Zukunftstrends über den eigenen Bereich hinaus erfassen sowie diese zum Vorteil aller analysieren. Diese Kenntnisse und Kontakte wirken sich dann auch wieder positiv auf die Arbeit der jeweiligen Teams aus und stärken unser Cross-Selling-Prinzip zusätzlich.

REMI: Wie haben die Mitarbeiter die Doppelbelastung von beruflichem Alltag und Weiterbildungsstudium empfunden und bewältigt?

Izabela Danner: Natürlich ist es eine Zusatzbelastung, jeweils einen Freitag und Samstag inklusive Vor- und Nachbereitung zu investieren. Aus FeedbackGesprächen wissen wir aber, dass der Erkenntnisgewinn so groß ist, dass es von den Teilnehmern nicht als Belastung, sondern vor allem als Chance wahrgenommen wird. Hinzu kommt, dass die Teilnehmer von ihren jeweiligen Teams unterstützt werden.

REMI: Welche Rolle spielt das Programm bei der Netzwerkbildung in Ihrem Unternehmen?

Izabela Danner: Der Netzwerkgedanke spielt in einem internationalen Konzern mit derart großem Serviceangebot naturgemäß eine große Rolle. Entsprechend fördern wir durch viele Programme den Austausch und die Vernetzung unserer Kollegen. Generell haben wir die Erfahrung gemacht: Je besser und intensiver das Programm, desto belastbarer ist im Anschluss auch das Netz – wie beim Intensivstudiengang.

Als Fazit darf man festhalten: das Programm lohnt sich.

Das Gespräch führten Miriam Leipold und Prof. Dr. Stefan Kayser